Unsere Region

Vom Bayerischen Wald im Norden bis zum Tal der Kleinen Laaber im Süd-Westen erstreckt sich unser Dienstgebiet.

Es umfasst den Landkreis Straubing-Bogen und die kreisfreie Stadt Straubing mit einer Flächenausdehnung von insgesamt 1.270 km². Mit 31.500 Hektar Waldfläche und rund 72.000 Hektar (ha) landwirtschaftlicher Fläche sind 82 Prozent der Fläche land- und forstwirtschaftlich genutzt. Unsere Region prägen 2.309 land- und forstwirtschaftliche Betriebe.
Fläche: Landkreis 1.202 km², Stadt 68 km²
Einwohner: Landkreis 100.000, Stadt 48.000
Gemeinden: Insgesamt 37 davon 2 Städte, 3 Märkte und 1 kreisfreie Stadt
(Stand: 31.12.2018)

Landwirtschaft

Erntezeit im Gäuboden, im Hintergrund der BogenbergZoombild vorhanden

Foto: Ilona Salm

Die gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche beträgt 71.726 ha. Davon sind 55.169 ha Ackerfläche und 15.761 ha Dauergrünland. Weizen, Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln dominieren auf der Ackerfläche.
Benachteiligtes Gebiet, Gäu, übriges Gebiet
 Benachteiligtes GebietGäuübriges Gebiet
 Ungünstige Boden-, Klima- und Geländeverhältnisse, kleinbetriebliche Strukturen, hoher Wald- und Grünlandanteil, Milcherzeugung.Ebene und sehr fruchtbare Ackerbaulage, größere Betriebe, meist viehlos, Anbau von Marktfrüchten wie Weizen, Zuckerrüben und Kartoffeln.Günstige Voraussetzungen, geringer Grünlandanteil, überwiegend Ackernutzung mit Weizen, Zuckerrüben, Kartoffeln und Mais. Milch- und Ferkelerzeugung.
Höhenlage400 - 1.095 m320 - 340 m360 - 470 m
Bodenzahlen25 - 5065 - 8540 - 75
Niederschläge800 - 1.200 mm650 - 700 mm650 - 750 mm
Lufttemperaturmittel6,5° C8,1° C7,9 - 8,1° C

Wissenswertes

  • Mit den Erwerbstätigen in der Land- und Forstwirtschaft (7,3 %) und der Bruttowertschöpfung (2,9 %) liegt der Landkreis Straubing-Bogen im Landesvergleich an erster Stelle.
  • Derzeit befinden sich 72 Auszubildende zum Beruf Landwirt an der Berufsschule in Straubing.
  • Die Staatliche Landwirtschaftsschule in Straubing besuchen 44 Studierende, die überwiegend den Meistertitel anstreben. Die einsemestrige Fachschule Hauswirtschaft vermittelt den Abschluss "Fachkraft für Ernährung und Haushaltsführung" und die berufs- und arbeitspädagogische Ausbildereignung.
  • Die Erträge der landwirtschaftlichen Betriebe liegen an der Spitze in Bayern.
  • In Straubing werden bayernweit die meisten Zuckerrüben angebaut, beim Kartoffelanbau liegt der Landkreis an zweiter Stelle.
  • 23 % der Landwirte stellen 1.139 ha Blühflächen für Bienen, Wild und Vögel zur Verfügung. (1. Platz in Bayern!!)
  • 28 % der Landwirte beteiligen sich mit 513 ha Grünland und 325 ha Acker an freiwilligen Gewässerschutzmaßnahmen.
  • 66 Betriebe haben ca. 2.900 Bäume als Streuobstwiese.
  • 30 Biogasanlagen leisten 21 Megawatt (MW).
  • Anbieter von landwirtschaftlichen Produkten und Dienstleistungen sind unter www.schmankerlkiste.info, www.schranne-straubing.de und www.regionales-bayern.de abrufbar.
  • 8 Betriebe beteiligen sich am Programm Erlebnis Bauernhof.

Betriebe nach Größenklassen

Weniger, aber größere Betriebe
Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe geht zurück. 1971 bewirtschafteten noch 7.330 Betriebe Ø 11,4 ha. Die Verbleibenden werden größer. Derzeit wachsen nur die Klassen der Betriebe mit mehr als 50 ha. Der Rückgang bei den Betrieben mit bis zu 10 ha ist besonders stark.
47 % der Betriebe liegen im benachteiligten Gebiet. Die durchschnittliche Betriebsgröße beträgt im benachteiligten Gebiet 22 ha und 46 ha im Gäu. 2019 wurden 17 "Neueinsteiger" mit einer durchschnittlichen Betriebsgröße von 11 ha erfasst.

Betriebe nach Größenklassen

Betriebsgröße (ha)1999 Betriebe (Anzahl)2019 Betriebe (Anzahl)1999
Fläche (ha)
2019
Fläche (ha)
0 - 101.3018626.9724.093
10 - 2083452112.1127.786
20 - 3042821110.4805.236
30 - 5043626116.75610.237
50 - 10032233521.20523.410
über 100401197.39020.965
Betriebe insgesamt3.3612.30974.91571.726
Durchschnittliche Betriebsgröße  22,331,1

Flächennutzung Landwirtschaft

Landwirte bauen vor allem Weizen an
Weizen, Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln dominieren auf der Ackerfläche.

Flächennutzung Landwirtschaft

Änderung der Kulturarten
Kulturart1999 (ha)2019 (ha)Tendenz
Getreide gesamt
davon Weizen
26.111
16.331
23.926
17.144
--
+
Mais gesamt
davon Silomais
9.320
4.150
10.300
5.301
++
++
Ackerfutter2.1262.156o
Eiweißpflanzen (Ackerbohnen, Erbsen)262328+
Ölsaaten (Raps, Sonnenblumen, Soja)8471.529++
Zuckerrüben9.2757.957--
Kartoffeln6.5415.490--
Feldgemüse, sonstige Handelsgewächse9681.251+
Stilllegung3.1892.220-
Sonstige Ackerkulturen 12o
Summe Ackerfläche58.63955.169--
Dauergrünland (Wiesen, Weiden, usw.)15.90915.761-
Dauerkulturen, sonstige Fläche366794++
Gesamt-LF74.91471.724--

Viehhaltung im Landkreis

Der Trend geht zu größeren Tierbeständen. Die Zahl der Viehhalter nimmt weiter ab.

Viehhaltung im Landkreis

Viehhaltung im Landkreis 2018/19 im Vergleich zu 1999
TierartBetriebeTiere
Rinder gesamt
Milch- und Mutterkühe
Aktive Milchviehhalter
626 (1.574)
502 (1.353)
346 (1.103)
37.151 (52.007)
15.215 (20.842)
14.229 (19.159)
 Ø 30 (15) Kühe je Betrieb 
Mastbullen über 6 Monate264 (711)3.325 (7.475)
 

Ø 12,6 (10,5) Mastbullen je Betrieb
über 50 Mastbullen: 15 (20) Betriebe mit Ø 72 (68) Bullen
 
Zuchtsauen95 (588)5.666 (16.534)
 Ø 58 (28) Zuchtsauen je Betrieb 
Mastschweine186 (515)31.816 (30.221)
 Ø 160 (59) Mastschweine je Betrieb, 24 (18) Betriebe mit über 400 Mastschweinen 
Mutterschafe110 (176)6.143 (7.596)
Dam- und Rotwild37 (31)867 (1.009)
Pferde213 (226)829 (928)
Viehbesatz GV/ha LF 0,50 (0,71)
Zahlen in Klammern (..) = Stand im Jahr 1999  

Betriebsstrukturen (2019)

  • Haupterwerb: 822 Betriebe (36 %)
    Nebenerwerb: 1487 Betriebe (64 %)
    Fast zwei Drittel der Landwirte sind auf zusätzliche Einkommen angewiesen. Besonders im benachteiligten Gebiet wirtschaften viele Landwirte im Nebenerwerb (70 %). Im Gäu überwiegen die Haupterwerbsbetriebe (54 %).
  • Viehlose Betriebe: 996 (43 %)
    Im Gäuboden haben über zwei Drittel (69 %) der Betriebe und im übrigen Gebiet 55 % der Betriebe kein Vieh!
  • Betriebe mit Grünland (über 1 ha): 1.462 (62 %)
    Im Gäu haben nur 24 % und im übrigen Gebiet 43 % der Landwirte nennenswerte Dauergrünlandflächen.
  • Gemüsebaubetriebe: 102 (4,4 %)
  • Ökobetriebe: 100 (4,3 %)
    Der Anteil der Öko-Landwirte liegt weit unter dem Landesdurchschnitt (8 %). Die Betriebe befinden sich überwiegend im Bayerischen Wald. Die Anzahl der Öko-Betriebe stieg um 4 % im letzten Jahr. Die Öko-Betriebe bewirtschaften 2.588 ha, das sind 3,61 % der Gesamt-LF.

Wald und Forstwirtschaft

Die Waldverteilung ist im Landkreis sehr heterogen. Während im Gäuboden fast gar kein Wald zu finden ist, sind im angrenzenden Tertiären Hügelland ganz im Westen und Süden wieder größere Wälder vorhanden. Die meisten und größten Waldflächen gibt es aber nördlich der Donau im Vorderen Bayerischen Wald.

Waldfläche 31.500 Hektar (ha)

  • Bewaldung: 26 %
  • nördlich der Donau 35 % (ca. 21.000 ha)
  • südlich der Donau 15 % (ca. 10.500 ha)

Besitzverteilung des Waldes

Waldbesitzerverteilung nach Größenklassen, Stand: 2009
10.000 Waldbesitzer
Die Besitzverhältnisse im Landkreis sind geprägt von überwiegend Klein-Waldbesitzern. So haben 80 % der Waldbesitzer weniger als 5 ha Wald.

  • Privatwald: 29.200 Hektar (93 %)
  • Gemeinde-, Körperschafts- und Stiftungswald: 700 Hektar (2 %)
  • Bayerische Staatsforsten und Bundeswald 1.600 Hektar (5 %)

Baumartenverteilung und Zuwachs

 Junge Pflanzen > 20 cmInsgesamt
Fichte50 %63 %
Tanne10 %3 %
Kiefer und Lärche2 %4 %
Buche, Eiche11 %15 %
Edellaubhölzer27 %15 %
Holzzuwachs/Jahrca. 300.000 fm0,6 fm/Minute

Forstliche Zusammenschlüsse - Waldbauernvereinigungen

In unserem Landkreis gibt es drei Waldbauernvereinigungen, die für ihre Mitglieder zentral den Holzverkauf, Baumpflanzenbestelllungen oder Waldpflegeverträge organisieren.
Jede der drei Waldbauernvereinigungen verfügt über eine eigene Homepage.

Sie beantworten Fragen zu folgenden einzelbetrieblichen Themen:

  • Auszeichnen von Waldbeständen
  • Holzvermessung
  • Holzsortierung
  • Holzverkauf
Alle Waldbesitzer können sich an diese Zusammenschlüsse wenden, aber natürlich auch an weitere Dienstleister des freien Markts.

Waldflächenbilanz 1980 - 2019

  • Rodungen: 100 Hektar
  • Erstaufforstungen: 651 Hektar
  • Saldo: plus 551 Hektar
  • Zuwachs pro Jahr: ca. 14,1 Hektar
Die Waldfläche im Landkreis Straubing-Bogen und der Stadt Straubing nimmt stetig zu. Die Flächenanteile der Neuaufforstungen liegen weit höher als die Fläche der Rodungen.
Stand "Wald im Landkreis Straubing-Bogen": Januar 2020 (alle Zahlen wurden gerundet)

LEADER

LEADER: Förderung für den ländlichen Raum

Das Förderprogramm LEADER ist auf die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt ganzer Regionen ausgerichtet. Zentrale Elemente sind Innovation, Vernetzung, Nachhaltigkeit, Wertschöpfung und Bürgerbeteiligung. LEADER-Koordinatoren unterstützen Lokale Aktionsgruppen.  

LEADER in Niederbayern - AELF Regen Externer Link

LEADER in Straubing-Bogen

Die Gesamtregion Straubing-Bogen hat eine vielfältige Landschaft, Landwirtschaft, Natur und Kultur. Diese traditionelle, regionale Struktur wollen wir erhalten, ausbauen und im Hinblick auf Tourismus und regenerative Energieversorgung in Wert setzen. Aller wirtschaftlichen und sozialen Gruppen in unserer LAG-Region arbeiten partnerschaftlich zusammen. Ziel ist, die ökonomischen, ökologischen und sozialen Verhältnisse nachhaltig zu verbessern. 

Lokale Aktionsgruppe Straubing-Bogen Externer Link

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