Waldschutz
Borkenkäfersituation 2019 – ein hartes Jahr könnte bevorstehen!

Die Käfergefahr bleibt auch für 2019 sehr hoch. Das sehr kritische Jahr 2018 hat heuer im warmen April und an einigen Tagen im Mai die überwinternden 3. Generationen der Buchdrucker stark schwärmen lassen.

Deutlicher Schwärmflug mit über 2.000 Buchdruckern Ende April - Mitte Mai 2019

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Fraßbild eines Buchdruckers, Foto: Peter Zach

Ende April sind sehr früh und auch sehr stark die überwinternden dritten Generationen von Buchdruckern ausgeflogen. Diese haben mittlerweile ihre Brut angelegt und schwächen somit massiv die von der Witterung geschwächten Fichten.

Die kühlen und regenreichen Tage im Mai können zwar zu einer Verzögerung und gewissen Entlastung für die Fichten beitragen, aber der Befallsdruck bleibt weiterhin sehr hoch.

Waldbestände auf Käferbefall kontrollieren

Wir raten den Waldbesitzern daher, unbedingt jetzt ihre Waldbestände WÖCHENTLICH auf auftretenden Käferbefall zu kontrollieren und alles Käferholz sofort zuverlässig aufzuarbeiten bzw. aufarbeiten zu lassen.
Das bayernweite Borkenkäfermonitoring hat die Ampel schon auf „Alarmstufe GELB“ gesetzt, das heißt, es gibt eine sehr hohe Gefahr von Massenvermehrungen.
Bei Befall ist umgehend die Bayerische Forstverwaltung zu verständigen und den Befall sachgerecht zu bekämpfen.
Das aufgearbeitete Holz ist zeitnah abzufahren, zu entrinden oder in einem Abstand von mindestens 500 Meter zum nächsten gefährdeten Fichtenbestand zu lagern. Die Fördermöglichkeiten für die insektizidfreie Bekämpfung wurden nochmals verbessert.
Eine Borkenkäfer-Fachkraft unterstützt die Förster seit Anfang Mai draußen in den Wäldern.
Nähere und aktuelle Informationen finden sich im Borkenkäferinfoportal der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (abgekürzt: LWF).