Erhebungen im Landkreis Straubing-Bogen
Forstliche Gutachten zur Situation der Waldverjüngung 2018

Ergebnisse der Forstlichen Gutachten 2018 im Landkreis Straubing-Bogen

Ein Förster zeigt an einer Pflanze den Wildverbiss.
Die Ergebnisse der aktuellen Gutachten zeigen leider eine Verschlechterung gegenüber den letzten Aufnahmen 2015 und der Jahre davor. Die Verbisssituation durch das Rehwild hat sich in vielen Hegegemeinschaften wieder auf ein "zu hohes" Niveau verschoben. Diese Entwicklung ist unabhängig, ob die Flächen nördlich oder südlich der Donau liegen. In 10 von 16 Hegegemeinschaften ist die Verbissbelastung "zu hoch", in den anderen sechs "tragbar".
Es wird empfohlen, dass die Anzahl der jährlich zu erlegenden Rehe in fünf Hegegemeinschaften gleich bleiben, in sieben erhöht und in vier sogar deutlich erhöht werden.

Mittlerweile sind die jeweiligen Abschusspläne der Jagdgenossenschaften durch die Untere Jagdbehörde bestätigt oder festgesetzt worden. Die Jagd läuft unter den neuen Vorgaben!

Die Forstlichen Gutachten für die einzelnen Hegegemeinschaften

Hegegemeinschaften nördlich der Donau

Hegegemeinschaften südlich der Donau

Rückblick:

Forstliche Gutachten an Untere Jagdbehörde verschickt
Am 14. Dezember wurden alle 16 Gutachten für die Hegegemeinschaften an die Untere Jagdbehörde versandt. Für insgesamt 92 gefertigte Revierweise Aussagen auf Jagdrevierebene müssten teilweise noch die Waldbegänge gemacht werden. Dies wird bis im Frühjahr 2019 abgeschlossen sein. Während die Gutachten auf Hegegemeinschaftsebene veröffentlich wurden, ist dies für die Revierweisen Aussagen nicht vorgesehen.
Forstliche Gutachten werden erstellt
An zwei Abendterminen am 17. und 18. Juli wurden mit ca. 50 Betroffenen die einzelnen Ergebnisse für die 16 Hegegemeinschaften vorgestellt und ausführlich diskutiert. Gegebenenfalls gemachte Anmerkungen wurden erfasst und werden in die ab August zu erstellenden Gutachten eingebunden. Parallel werden von den örtlichen Förstern die verpflichtenden bzw. auf freiwilliger Basis gewünschten Jagdrevierweisen Aussagen als Entwurfsversion gefertigt.

Informationen zum Forstlichen Gutachten

Die Bayerische Forstverwaltung erstellt seit 1986 alle drei Jahre die Forstlichen Gutachten zur Situation der Waldverjüngung, kurz auch Vegetationsgutachten genannt.
Bevor die Forstlichen Gutachten erstellt werden, führen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bayerischen Forstverwaltung alle drei Jahre von Ende Februar bis Ende April eine Inventur der Waldverjüngung durch. Dabei werden in unserem Landkreis zig Tausende junge Waldbäumchen untersucht, ob und wie stark diese durch Rehwildverbiss beeinflusst sind.
Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft in Freising wertet die im Rahmen der Verjüngungsinventur erfassten Daten aus. Auf Grundlage dieser Ergebnisse erstellen wir für jede der 16 Hegegemeinschaften ein Forstliches Gutachten.
Die Forstlichen Gutachten sind für die Beteiligten an der Abschussplanung – Jagdvorstand, Eigenjagdbesitzer und Revierinhaber - ein wichtiges Hilfsmittel, um für die jeweils kommende Planungsperiode gesetzeskonforme Abschusspläne für das Rehwild aufzustellen. Für die unteren Jagdbehörden stellen die Gutachten eine wesentliche Entscheidungsgrundlage bei der behördlichen Abschussplanung dar.

Weitere Informationen zu den Forstlichen Gutachten Bayern:

Forstliche Gutachten 2015

Ergebnisse der Forstlichen Gutachten 2015 im Landkreis Straubing-Bogen

Die Ergebnisse der aktuellen Gutachten zeigen ein differenziertes Bild. Die Verbisssituation durch das Rehwild hat sich im Vergleich zu den Aufnahmen vor drei Jahren in vielen Hegegemeinschaften auf tragbarem Niveau stabilisiert, stellenweise sogar verbessert. Dagegen sind in den Hegegemeinschaften vorwiegend südlich der Donau auch Verschlechterungen festgestellt worden. In acht von sechzehn Hegegemeinschaften ist die Verbissbelastung tragbar, in zwei sogar günstig, in fünf allerdings zu hoch. Bei einer Hegegemeinschaft ist aufgrund der geringen Aufnahmepunkte keine gutachterliche Aussage möglich.
Es wird empfohlen, dass die Anzahl der jährlich zu erlegenden Rehe in einer Hegegemeinschaft sogar leicht gesenkt werden könnte, in zehn beibehalten und in fünf erhöht wird.

Hegegemeinschaften nördlich der Donau

Hegegemeinschaften südlich der Donau

Ansprechpartner

Klaus Stögbauer
AELF Straubing
Kolbstraße 5 a
94315 Straubing
Telefon: 09421 8006-410
Fax: +49 9421 8006-555
E-Mail: poststelle@aelf-sr.bayern.de