Landwirtschaftsschule Straubing nimmt am Bildungsprogramm "Lernort Staatsregierung" teil
Wasserwirtschaft und Landwirtschaft eine Schicksalsgemeinschaft

Rote Gebiete und Düngeverordnung sind Themen, die derzeit in der Landwirtschaft heiß diskutiert werden. Die Vorgaben sind aus Sicht der Landwirte nicht immer nachvollziehbar und schnell wird dann ein Buhmann ausgemacht: "die da oben". Gemeint sind in der Regel Landwirtschaftsministerium und Umweltministerium. Sinnvoller als übereinander ist es, miteinander zu reden. Die Studierenden des 3. Semesters der Landwirtschaftsschule Straubing hatten bei einer Exkursion nach München die Gelegenheit, mit Vertretern des Umweltministeriums aktuelle Themen zu diskutieren. Ein Besuch der Staastkanzlei rundete den Tag ab.

Einen ganzen Vormittag waren die angehenden Landwirtschaftsmeister zu Gast am Umweltministerium in München und konnten mit verschiedenen Verantwortlichen über aktuelle Themen diskutieren. Besonders wie die roten Gebiete festgelegt werden, war ein Thema, das die jungen Landwirte interessierte. Und natürlich auch, warum vor allem Landwirte für die Nitratbelastung des Grundwasser verantwortlich gemacht werden. Für den Leiter der Abteilung Wasserwirtschaft und Bodenschutz, Prof. Dr. Martin Grambow sind "Wasserwirtschaft und Landwirtschaft eine Schicksalsgemeinschaft." Konsens bestand bei den Teilnehmern, dass das Grundwasser geschützt werden muss. Über das "wie" wurde lange und intensiv diskutiert.
Am Nachmittag stand der Besuch der Staatskanzlei auf dem Programm. Nur selten hat man die Chance, sich direkt vor Ort über den Ablauf politischr Entscheidungsprozesse und die Arbeit der Bayerischen Staatsregierung zu informieren. Bei einem Rundgang durch die Staatskanzlei erfuhren die Studierenden Wissenswertes zur Architektur und Geschichte des Gebäudes. Nur wenigen ist bewusst, dass hier früher das Bayerische Armeemuseum angesiedelt war. Besonders interessant war das Pressezimmer. Wie es wohl ist, einmal selber ein Statement vor der versammelten Presse abzugeben? Die Studierenden konnten beide Sichtweisen ausprobieren. Im Pressezimmer bekamen die Studierenden noch Einblick, wie Pressekonferenzen ablaufen und welche technischen Finessen für beste Fernsehbilder aus der Staatskanzlei sorgen.
Am Ende des Tages waren sich die Studierenden und ihre Semesterleiterin Dr. Anita Lehner-Hilmer einig, dass sich der Weg aus Niederbayern zu den "Machtzentralen" der Bayerischen Umwelt- und Landespolitik gelohnt hat.

Impressionen aus der Staatskanzlei