Sommersemester an der Landwirtschaftsschule Straubing
Grau ist alle Theorie

Studierende begutachten einen Dinkelbestand.

Ganz ohne theoretisches Wissen geht es nicht. Aber nach dem ersten Schulwinter und vielen Stunden im Klassenzimmer bietet das Sommersemester eine willkommene Abwechslung.

An fünfzehn Schultagen im Laufe des Sommers 2019 wenden die Studierenden das neu erlernte Wissen aus dem Winter an und sammeln neue Erfahrungen.

Pflanzenbau

Bei den Schultagen im Pflanzenbau wurden Feldbestände beurteilt und neueste technische Entwicklungen ausprobiert. Drohnen im Ackerbau? Eine Spielerei für einige wenige Betriebe oder schon bald flächendeckend im Einsatz? Die Zukunft wird es zeigen, welches Potenzial Drohnen bei der Bestandsbeurteilung oder der biologischen Schädlingsbekämpfung haben. Spannend war es für die Studierenden auf jeden Fall, Drohnen im Einsatz zu erleben.
Studierende beobachten eine Drohne beim Flug.

Drohne

Studierende beobachten eine Drohne beim Flug.

Drohne

Ökologischer Landbau

Sind "Biozuckerrüben" möglich oder arbeitswirtschaftlich nicht zu stemmen? Beim Schultag für Ökologischen Landbau konnte diese Frage direkt am Zuckerrübenfeld diskutiert werden. Auch exotischere Kulturen wie der ökologische Anbau von Bärwurz standen auf dem Programm.
Studierende stehen auf einem Bärwurzfeld.

Bärwurz

Zuckerrüben im ökologischen Landbau

Zuckerrüben

Tierhaltung

Die Schultage in der Tierhaltung sind passgenau auf die Interessen der Studierenden zugeschnitten. Während sich die Milchviehhalter unter anderem mit Homöopathie und ökologischer Rinderhaltung auseinandersetzten oder die Baulehrschau an der LfL in Grub besuchten, waren die Schweinehalter im Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Schweinehaltung in Schwarzenau. Der viertägige Kurs bietet vor allem Praxis im Stall, aber auch Erfahrungsaustausch mit den Spezialisten vor Ort. Wer sich intensiver mit Ziegenhaltung beschäftigen wollte, konnte einen viertägigen Lehrgang am Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum in Achselschwang besuchen.
Studierende besichtigen einen Milchviehstall.

Moderne Milchviehhaltung

Silagebeurteilung

Silagebeurteilung

Einkommensalternativen

Im Sommersemester werfen unsere Studierenden einen Blick über den Tellerrand. Landwirte waren schon immer innovativ und haben für ihre Betriebe Einkommensalternativen gesucht und gefunden. Vielen (noch) unbekannt ist die Aroniabeere. Vorreiter im Anbau seit 2011, der Verarbeitung und Vermarktung ist der Langlebenhof in Hacklberg. Die Beere, hierzulande auch unter den Bezeichnungen Apfelbeere oder Schwarze Eberesche bekannt, enthält viele Vitamine und einen hohen Anteil an sekundären Pflanzenstoffen. Aroniabeeren werden zu Direktsaft, Marmelade oder Tee verarbeitet. Eine Besonderheit ist das Passauer Heimatkracherl, eine Aronia-Limonade. "Nicht der Anbau der robusten Pflanze ist die Herausforderung, sondern die Vermarktung und Logistik", so Viktor Merklinger vom Langlebenhof.
Studierende stehen auf Feld und betrachten Aronia-Beeren.

Aronia-Beeren

Erntemaschine für Aronia-Beeren

Erntemaschine

Biodiversität

Der diesjährige Sommerschultag zum Thema "Naturschutz- und Landschaftspflege" wurde von den Studierenden genutzt, um Schülern der vierten Klasse der Grundschule Straßkirchen Wissen zum Lebensraum von Wildtieren und Wilpflanzen zu vermitteln. Die Studierenden hatten acht Stationen vorbereitet, an denen die Kinder selber aktiv werden konnten. So bauten die Grundschüler unter der Anleitung der Studierenden unter anderem ein Insektenhotel und pflanzten Streuobstbäume.
Insektenhotel

Insektenhotel

Studierende setzen einen Obstbaum in ein Pflanzloch.

Obstbaum pflanzen

Unternehmungsführung

Zwei Studierende arbeiten am Notebook.Zoombild vorhanden

Unternehmensführung

Ganz ohne PC und Zahlen geht es aber auch im Sommersemester nicht: An vier Schultagen wurde der eigene Betrieb datenmäßig erfasst. Das Ergebnis dient dann im Wintersemester als Grundlage für betriebswirtschaftliche Auswertungen.