Landwirtschaftsschule besucht Landtag und Landwirtschaftsministerium

Die Studierenden des dritten Semesters der Landwirtschaftsschule Straubing waren im Herbst 2017 mit Schulleiter Josef Groß und Semesterleiterin Dr. Anita Lehner-Hilmer auf Einladung von Josef Zellmeier, MdL, zu Besuch in Maximilianeum.

Nach einem Rundgang durch das historische Gebäude, bei dem natürlich auch ein Blick in den Plenarsaal nicht fehlen durfte, nahm sich Josef Zellmeier; MdL noch Zeit, um mit den angehend Landwirtschaftsmeistern über aktuelle Entwicklungen in der Agrarpolitik zu diskutieren.
Untersuchungsausschuss "Bayern-Ei"
Anschließend noch mitzuerleben wie ein Untersuchungsausschuss arbeitet, war besonders beeindruckend. Auch wenn der Salmonellen-Skandal bei der Firma Bayern-Ei bereits 2014 war, beschäftigt das Thema den Landtag immer noch. Da die Zeugenvernehmung im Untersuchungsausschuss öffentlich ist, konnten die Studierenden live dabei sein. Besonders interessant ist es natürlich, wenn das eigene Landratsamt involviert ist. Gespannt verfolgten die Studierenden die Befragung der Zeugen durch die Politiker der Fraktionen.
Infos aus erster Hand am StMELF
Am Nachmittag stand dann das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten auf dem Programm. Ziel der Studierenden war es, sich aus erster Hand über die Absatzförderung bayerischer Produkte in der Region und auf dem Weltmarkt zu informieren. Gerade die Vermarktung und das Erschließen neuer Märkte werden für Landwirtschaftliche Unternehmer immer wichtiger. Deshalb wird auch an den Landwirtschaftsschulen verstärkt Agrarmarketing unterrichtet.
Dem Bayerischen Landwirtschaftsministerium ist die alp Bayern (Agentur für Lebensmittel – Produkte aus Bayern) als eigenständige Einheit zugeordnet. Aufgabe der alp Bayern ist es, Gemeinschaftsmarketing für bayerische Agrarprodukte zu machen und die "Marke Bayern" im Bewusstsein der Verbraucher zu verankern.
Was hat der FC Bayern mit bayerischen Agrarprodukten zu tun?
Claudia Gräber, zuständig für Exportmaßnahmen bei der alp Bayern, stellte zu Beginn ihres Vortrages die Frage "Was hat der FC Bayern mit der Vermarktung Bayerischer Agrarprodukte zu tun?" Wie sich zeigte, mehr als zunächst gedacht. Bayern ist nicht nur beliebt als Urlaubsland, sondern hat mit dem FC Bayern auch einen renommierten Fußballverein. Beides trägt dazu bei, dass Bayern weltweit bekannt ist und positiv wahrgenommen wird. Bayerische Agrarprodukte werden in viele Länder exportiert und mit der Herkunft Bayern beworben. Das positive Image Bayerns hilft bei der Vermarktung.
Kritisch hinterfragt wurde von den angehenden Landwirtschaftsmeistern, ob sich die Maßnahmen des Bayerischen Agrarmarketings "bei ihnen in der Geldbörse bemerkbar" machen. Einig war man sich, dass es zunehmend schwieriger ist, Marktanteile zu halten und dafür Agrarmarketing unerlässlich ist.