Straubing und Bogenberg von oben

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Bildung
Landwirtschaftsschule, Abteilung Landwirtschaft, Straubing

Sommersemester 2016 neuZoombild vorhanden

Sommersemester 2016

Die Landwirtschaftsschule, Abteilung Landwirtschaft, in Straubing vermittelt angehenden Unternehmern Handlungs- und Entscheidungskompetenz sowie Grundlagen der Mitarbeiterführung. In der umwelt- und tiergerechten Produktions- und Verfahrenstechnik vertieft sie vorhandenes Wissen.
Fachliche Schwerpunkte in Straubing sind in der Pflanzenproduktion der Marktfruchtbau einschließlich der Kulturen Kartoffeln, Zuckerrüben und Feldgemüse sowie die Grünland- und Futterwirtschaft.
In der Tierhaltung liegen die Schwerpunkte auf der Rinderhaltung und Schweinehaltung. Schwerpunkte in Pflanzenproduktion und der Tierhaltung werden zum Teil wahlweise angeboten.
Voraussetzungen
Aufnahmevoraussetzungen sind ein Berufsabschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf der Landwirtschaft sowie zusätzlich ein Jahr einschlägige Berufspraxis. Das sogenannte Praxisjahr ist dem Besuch der Landwirtschaftsschule vorgeschaltet und wird von den Lehrkräften der Landwirtschaftsschule betreut. Es dient dazu, Erfahrungen auf dem Betrieb zu sammeln und betriebseigene Daten und Unterlagen für den anstehenden Schulbesuch vorzubereiten. Dazu finden während des gesamten Jahres mehrere Veranstaltungen statt.
Ablauf und Abschluss
Die Ausbildung umfasst zwei fachtheoretische Wintersemester mit jeweils 20 Unterrichtswochen. Das Sommersemester umfasst einen schulischen und einen fachpraktischen Teil. Der schulische Teil besteht aus 15 Schultagen und einer Semesterarbeit. Der fachpraktische Teil wird unter Betreuung durch die Landwirtschaftsschule in einem landwirtschaftlichen Betrieb abgeleistet. Wer das dritte Semester besteht, darf die Berufsbezeichnung "Staatlich geprüfter Wirtschafter/Staatliche geprüfte Wirtschafterin für Landbau" führen.
Unterrichtsfächer
  • Pflanzliche Produktion und Vermarktung
  • Tiergesundheit und Tierschutz
  • Waldwirtschaft mit Seminar Waldbau
  • Unternehmensführung und Rechnungswesen
  • Steuern- und Sozialrecht
  • Berufs- und Arbeitspädagogik
  • Seminar zu sozialer und religiöser Bildung
  • Tierische Produktion und Vermarktung
  • Naturschutz- und Landschaftspflege
  • Betriebslehre
  • Rechtslehre
  • Volkswirtschaft und Agrarpolitik mit Seminar ländliche Entwicklung
  • Rhetorik, Gesprächsführung und Präsentation
  • Sport
Meisterprüfung
Studierende der Landwirtschaftsschule, die vor Schulbeginn eine mindestens einjährige Berufspraxis abgeleistet haben, können zusammen mit der Abschlussprüfung der Landwirtschaftsschule Teile der Meisterprüfung ablegen. Unser Ziel: Jeder Haupterwerbslandwirt soll im Rahmen seiner Fortbildung die Meisterprüfung ablegen. 95 % unserer Studierenden erreichen dieses Ziel.

Landwirtschaftsmeister - Staatsministerium Externer Link

Anmeldung
Das Schuljahr startet jeweils im Wintersemester. Anmeldung für den Besuch der Landwirtschaftsschule ist immer mindestens ein Jahr vor dem gewünschten Schulstart nötig.

Aufnahmeantrag Landwirtschaftsschule (PDF) - Staatsministerium Externer Link

Schulleben

Sommersemester 2016: Klassenzimmer gegen Stall oder Feld tauschen

Von Mitte März bis Ende Juli dauert das zweite Semester (auch als Sommersemester bezeichnet) an der Landwirtschaftsschule Straubing. Die ersten Sommerschultage haben bereits stattgefunden.
"Homöopathie beim Rind? Warum nicht", dachten sich die Studierenden des zweiten Semesters der Landwirtschaftsschule Straubing und besuchten an ihrem ersten Sommerschultag das Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum Kringell. Schutzkleidung, um keine Krankheitserreger zu übertragen, war dabei selbstverständlich.
An insgesamt 15 Sommerschultagen muss jeder Studierende von Mitte März bis Ende Juli teilnehmen. Dabei wird der Praxisbezug groß geschrieben und das Klassenzimmer gegen den Stall oder das Feld getauscht. Gemeinsam mit der zuständigen Lehrkraft besuchen die Studierenden u. a. die Baulehrschau in Grub sowie den Zuchtviehmarkt in Osterhofen. Produktionstechnik im Ackerbau ist ebenso ein Thema wie Ökologischer Landbau, Nachwachsende Rohstoffe oder Einkommensalternativen.
Am Ende jedes Schultags heißt es dann: "Alles verstanden?" Bei einem kurzen Testat wird dann das neue Wissen abgefragt.

20 Absolventen der Landwirtschaftsschule verabschiedet

20 Studierende der Landwirtschaftsschule Straubing haben ihr Ziel erreicht. Nach dem erfolgreichen Ablegen der Abschlussprüfungen dürfen sie sich nun "Staatlich geprüfte Wirtschafter des Landbaus" nennen. Fast ausnahmslos streben die Absolventen auch den Meistertitel an. Den Großteil der Prüfungen haben die Meisteranwärter bereits im Rahmen der Landwirtschaftsschule absolviert.
Bei einer Feier bekamen 17 Junglandwirte und 3 Junglandwirtinnen aus sechs Landkreisen von Schulleiter Josef Groß ihr Zeugnis überreicht.
Zu den Ehrengästen, die den Absolventen gratulierten, gehörten auch Vertreter der Politik und des Berufsstandes. Die drei Besten des Jahrgangs bekamen Geschenke überreicht.
Die beiden Semestersprecher nahmen Eltern und Gäste mit auf eine Reise durch die vergangenen drei Semester. Mit einer kurzweiligen PowerPoint-Präsentation gewährten sie einen Einblick in den Schulalltag und berichteten von Seminaren und Lehrfahrten.
Über den erfolgreichen Abschluss des ersten Semesters freuten sich 22 Studierende aus fünf Landkreisen.

Landwirtschaftsschule Straubing in Portugal

Die Abschlussfahrt der Landwirtschaftsschule Straubing führte fünf Tage lang quer durch Portugal. Dabei standen Landwirtschaft und Kultur rund um Lissabon auf dem Programm. Die Studierenden besuchten mit ihrer Semesterleiterin Dr. Anita Lehner-Hilmer neben Lissabon auch Evora, eine der ältesten Städte der iberischen Halbinsel.
Vom spezialisierten Milchviehbetrieb mit mehr als 700 Milchkühen bis zum extensiven Biobetrieb mit Direktvermarktung reichte die Bandbreite der Betriebe, die besichtigt wurden.
Dass die Landwirte in Portugal mit durchaus ähnlichen Herausforderungen wie unsere Landwirte zu kämpfen haben, zeigte sich bei den angeregten Diskussionen mit den portugiesischen Betriebsleitern - und das auf Englisch.

Landwirtschaftsschule Straubing besucht Landtag

Die Studierenden des dritten Semesters der Landwirtschaftsschule Straubing waren mit ihren Lehrern auf Einladung des Landtagsabgeordneten Josef Zellmeier zu Besuch im Maximilianeum. Politik in der Theorie kann nie so spannend sein wie ein Besuch des Landtages und das Live-Erleben des politischen Alltags der Abgeordneten. Beeindruckt waren die jungen Landwirte von der Vielfalt der Themen, die ein Ausschuss behandelt. Sie verfolgten gespannt die Sitzung des Ausschusses für Wissenschaft und Kunst.

Agrarpolitisches Gespräch mit Europa-Abgeordnetem Manfred Weber

Auf Einladung des Schulleiters Josef Groß besuchte der Europaabgeordnete Manfred Weber die Landwirtschaftsschule Straubing und stellte sich in einem zweistündigen Gespräch den Fragen der Studierenden. Bereits im Vorfeld hatten sich die Studierenden mit Europa und aktuellen politischen Themen auseinandergesetzt und nutzten nun die Gelegenheit zur Diskussion mit dem Mitglied des Europäischen Parlaments. Neben der Agrarpolitik waren es aktuelle Themen wie die Flüchtlingskrise und das geplante Freihandelsabkommen TTIP, die die jungen Leute kritisch hinterfragten.

Wichtiger Schritt auf dem Weg zum Landwirtschaftsmeister

Ein halbes Jahr hatten die Studierenden Zeit, ihren eigenen Betrieb genau zu durchleuchten und zu berechnen. Ausgangspunkt war die Analyse der eigenen Buchführung. Am 12. Februar gaben sie ihre Meisterhausarbeit ab. Mit der Abgabe haben die 22 Studierenden des dritten Semesters einen großen Schritt auf dem Weg zum Landwirtschaftsmeister gemacht.
Unterstützt von den Lehrkräften wurde ermittelt, an welchen kleineren und größeren Schrauben gedreht werden kann, um Gewinnreserven zu nutzen. Dabei wurde das Wissen aus den produktionstechnischen Fächern auf den eigenen Betrieb übertragen und monetär bewertet.
Ein Blick in die Zukunft und Überlegungen, in welche Richtung sich der Betrieb entwickeln könnte, rundete die Meisterhausarbeiten ab. Dazu wurde eine denkbare Investition komplett durchgerechnet und eine Risikoanalyse erstellt.

Impulsreferat zur Zupacht von Flächen bei VLF-Mitgliederversammlung

Zupacht von Flächen ist ein existentielles Thema für viele Betriebe. Die Studierenden des 3. Semesters der Landwirtschaftsschule Straubing hatten bereits im Vorfeld der Mitgliederversammlung des VLF Straubing-Bogen eine klasseninterne Umfrage zur Bedeutung der Pacht für ihre eigenen Betriebe gemacht. Der Semestersprecher Franz Limbrunner stellte die Ergebnisse der Umfrage in einem Impulsreferat vor. Rechtsanwalt Josef Deuringer, Experte für Pachtrecht, hielt das Hauptreferat bei der Jahresversammlung im Januar 2016. Vor 120 Landwirten zeigte er Fallstricke des Pachtrechts auf. Die Studierenden des 1. und 3. Semesters der Landwirtschaftsschule nutzten die Gelegenheit, um mit dem Referenten zu diskutieren.

Studierende beteiligen sich am Schrannenmarkt

Studierende der Landwirtschaftsschule Straubing und Schüler der Marianne-Rosenbaum-Schule informierten beim Schrannenmarkt über die vielseitige Ausbildung zum Landwirt und beteiligten sich mit ihren Lehrkräften an einem Informationsstand. Bei einem Quiz rund um die Kartoffel konnten die Besucher ihr Wissen testen und sich bei den angehenden Landwirtschaftsmeistern über Sorten und Qualitätskriterien informieren. Die amtierende Bayerische Kartoffelkönigin Marina Heigl stattete dem Informationsstand einen Besuch ab.

Kontakt

Landwirtschaftsschule, Abteilung Landwirtschaft
Schulleiter: Josef Groß
Kolbstraße 5a
94315 Straubing
Tel.: 09421 8006-0
E-Mail: poststelle@aelf-sr.bayern.de