Abschlussprüfung an der Teilzeitschule für Hauswirtschaft in Straubing
So geht Hauswirtschaft

Eine Studierende präsentiert ein drei gängiges Menü, dass sie als Prüfungsaufgabe kochen musste.

Ein leckeres Menü als Prüfungsergebnis

Die Abschlussprüfung zur Hauswirtschafterin legten zwölf Frauen an der Landwirtschaftsschule Straubing, Abteilung Hauswirtschaft erfolgreich ab. Nach gut 660 Unterrichtsstunden, verteilt auf eineinhalb Jahre, stellten sie Ihr Wissen und Können unter Beweis. Erschwert wurde die Prüfung durch die Corona-bedingten Hygieneregeln.

Die verlangten Prüfungsaufgaben spiegeln wieder, dass eine Hauswirtschafterin eine selbständig arbeitende Fachkraft ist, bei der die zu versorgenden Menschen und deren Bedürfnisse im Mittelpunkt ihrer Tätigkeit stehen. Es reicht nicht, eine Mahlzeit zu kochen und saubere Wäsche und gepflegte Räume zu haben. Bei der Versorgung und Betreuung von Menschen stellt eine Hauswirtschafterin auch ein hohes Maß an Personenorientierung und sozialer und methodischer Kompetenzen unter Beweis.

Eindrücke aus der Prüfung

Corona stellt alle vor neue Herausforderungen
Christine Pichler, die als Bildungsberaterin am Landwirtschaftsamt Straubing für die hauswirtschaftliche Berufsbildung zuständig ist, stellten die diesjährigen Abschlussprüfungen vor besondere Herausforderungen. "Coronabedingte Abstandsregeln und eine neue Prüfungsordnung, nach der jetzt drei statt zwei Prüfer vorgeschrieben sind, mussten ermöglicht werden", berichtet Pichler. Mit hohem Planungsaufwand wurden die bisherigen Arbeitsplätze für die Prüfungen umorganisiert.
Praktisches Können und gut durchdachte Arbeitsplanung
Die Prüflinge müssen sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag innerhalb von zweieinhalb Stunden eine umfangreiche Prüfungsaufgabe bewältigen. So muss beispielsweise ein vollwertiges Drei-Gänge-Menü unter Verwendung von Rindfleisch für vier Personen zubereitet, gemischte Oberbekleidung geglättet und schrankfertig gemacht sowie für den Eingangsbereich eine florale Dekoration angefertigt und präsentiert werden. Was der Prüfling kocht, wie viel Kleidung er bügelt und wie er seine Eingangsdekoration gestaltet und präsentiert, muss er selbst in die zur Verfügung stehende Zeit einplanen. Dazu ist eine schriftliche Ausarbeitung mit Begründung von Rezepten, Materialien und Zeitablauf notwendig.
Neben praktischem Können ist eine gut durchdachte Arbeitsplanung sehr wichtig, um die Aufgaben in der knapp bemessenen Zeit reibungslos bewältigen zu können. "Wie im echten Leben", meinte eine Prüfungsteilnehmerin augenzwinkernd.
Hauswirtschafterinnen arbeiten für und mit anderen
Der zweite Aufgabenkomplex beinhaltet eine Betreuung eines Kindes oder Seniors. Die angehende Hauswirtschafterin soll hier zeigen, dass sie in der Lage ist, andere Personen in eine hauswirtschaftliche Aufgabe einzubeziehen, ihnen Empathie entgegen zu bringen, sie zu motivieren und deren Fähigkeiten zu fördern.
"Die Betreuungsaufgabe ist in diesem Jahr problematisch zu prüfen," erklärt Anita Hupfer, Mitglied des Prüfungsausschusses. Während der Betreuung sollte der Prüfling normalerweise Beziehung und Nähe zur betreuenden Person aufbauen. Heuer musste der Prüfling Abstandsregeln einhalten und eine Schutzmaske tragen", so Hupfer. Eine der Betreuungsaufgaben war es, mit einem "Kind", verkörpert von Anita Hupfer, Geschenke kreativ zu verpacken.
Als Hauswirtschafterin selbständig tätig
Hauswirtschafterinnen sind oft auch selbständig tätig und übernehmen zum Beispiel die Mittagsverpflegung an Kitas, Kindergärten oder Schulen. Die Prüfungsaufgaben spiegeln den Berufsalltag der Absolventinnen wieder. So musste Anita Diermeier in ihrer Prüfungaufgabe für eine Kita-Leitung probehalber ein vegetarisches Mittagessen zubereiten. Teil der Prüfung war es, das fertige Drei-Gänge-Menü im Hinblick auf die Grundsätze der vegetarischen Ernährung und der Eignung in der Kinderernährung zu präsentieren.
Mit der Abschlussprüfung zur Hauswirtschafterin steht für die Absolventinnen der Weg offen für den Einstieg in die Berufstätigkeit oder eine berufliche Fortbildung. Vielfältige Aufgaben machen den Beruf der Hauswirtschafterin so abwechslungsreich:
Neues Semester an der Hauswirtschaftsschule startet am 18. September 2020 und endet im Mai 2022
Anmeldeschluss für das neue Semester ist Donnerstag, 23. Juli 2020.
Telefonische Auskunft erteilt Semesterleiterin Ingeborg Hüllbusch.

Ansprechpartnerin

Ingeborg Hüllbusch
AELF Straubing
Kolbstraße 5 a
94315 Straubing
Telefon: 09421 8006-210
Fax: +49 9421 8006-555
E-Mail: poststelle@aelf-sr.bayern.de
Wer sich grundsätzlich für eine hauswirtschaftliche Ausbildung interessiert, sei es als Erstausbildung in einem Betrieb bzw. einer Fachschule oder auf dem zweiten Bildungsweg kann sich bei Bildungsberaterin Christine Pichler informieren.

Ansprechpartnerin

Christine Pichler
AELF Straubing
Kolbstraße 5 a
94315 Straubing
Telefon: 09421 8006-212
Fax: +49 9421 8006-555
E-Mail: poststelle@aelf-sr.bayern.de
Weitere Infos zum Start des neuen Semesters an der Fachschule für Ernährung und Haushaltsführung finden Sie unter: Landwirtschaftsschule, Abteilung Hauswirtschaft, Straubing